Der erste Teil des Programms stellt die Musik J.S. Bachs auf der Gitarre gespielt vor. Dieser hatte kein Werk original für die Gitarre, sondern für die zur damaligen Zeit verbreitete Laute geschrieben. Anders als für Violine, Cello oder Klavier stellen die Werke für die Laute keinen zusammenhängenden Zyklus dar. Die meisten Stücke sind bachs eigene Transkriptionen, so ist die Suite E-Dur BWV 1006a identisch mit der Partita für Violine BWV 1006. Vom Meister selbst stammt auch noch deine Orgelfassung des Präludiums. Die Suite g-Moll BWV 995 ist Bachs eigene Bearbeitung seiner 5. Cellosuite c-Moll. Ausschließlich für die laute geschrieben sind das Lautenpräludium d-Moll BWV 999, die Suite e-Moll BWV 996 und die Suite c-Moll BWV 997. Eine Sonderform stellt das Präludium-Fuge-Allegro BWV 998 wegen der ungewöhnlichen Satzfolge dar. Im Original wurde dieses Werk für Laute oder Klavizimbel geschrieben, einem Instrument, dass heute nicht mehr in Gebrauch ist.
Der zweite Teil des Konzertes zeigt Bachs Einfluß auf einen der wichtigsten Gitarrespieler des 20. Jahrhunderts, den aus Paraguay stammenden Agostin Barrios. Er war indianischer Abstammung und hat im Gegensatz zum Thüringer Meister ausschließlich für sein Instrument, die Gitarre, geschrieben. In seinem Werk finden sich neben reizenden volkstümlichen Tänzen und Liedern z.B. „Danza paraguaya“ oder „Danza güarani“, auch Stücke, die sehr stark die Verehrung und den Einfluss J.S. Bachs zeigen. Beispiele dafür sind Stücke wie „La Catedral“, „Madrigal“ oder z.B. ein Präludium mit dem Titel „Hommage a Bach“.
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29.04.2016
Kategorie: Duttenstedt
