Vorsichtig und neugierig bewegen sich Kinder in Richtung Halle im Evangelischen Kindergarten in Wendeburg. Voller Spannung und mit Vorsicht betreten sie den veränderten Raum.
„Was wird uns wohl heute erwarten?“, geht es sichtbar in den Köpfen der Kinder um. In den vergangenen vier Wochen sind ihnen schon einige mysteriöse und seltsame Figuren hier im Kindergarten begegnet.
Sind es weitere Hexen, Zauberer, Prinzen und Prinzessinnen?
Gute oder böse Feen, Frösche oder anderes sprechendes Getier?
Es ist Projektzeit im Kindergarten in Wendeburg und heute der Abschlusstag zum Thema Märchen.
Gruppenweise beschäftigte man sich vorher mit den unterschiedlichen Geschichten, die abwechslungsreich und themenbezogen dargestellt und umgesetzt wurden. Schwerpunktmäßig waren das: FRAU HOLLE, DER GESTIEFELTE KATER, HÄNSEL UND GRETEL, DORNRÖSCHEN, BREMER STADTMUSIKANTEN und auch DER HASE UND DER IGEL waren im Rennen.
Heute aber hat Michael Richter seine OKERTALER MARIONETTENBÜHNE aufgebaut und gleich sollt er kommen,
>DER GESTIEFELTE KATER<.
Zwei Vorstellungen sind am heutigen Montag geplant, damit für alle kleinen Zuschauer auch ein freier Blick zur Bühne gewährleistet ist.
Herr Richter tritt vor die Bühne und mit seiner freundlichen, den Kindern zugewandten Art, gewinnt er schnell die Herzen der kleinen Zuschauer und nimmt ihnen vor allem die Angst vor den unbekannten Marionettenfiguren.
Und dann – psst – es geht los – Vorhang auf!
Über fünf Akte erzählt Herr Richter die Geschichte vom jüngsten Müllers Sohn, der „nur“ einen Kater erbt.
Jedoch stellt sich im Laufe der Geschichte heraus, dass dieser Kater wunderliches bewirken kann. Nicht nur, dass er mit Stiefeln jetzt aufrecht herumläuft und spricht, nein, er führt den Müllers Sohn auch zu großem Reichtum.
So besitzt der junge Mann am Ende des Märchens und nach einigen Turbulenzen nicht nur ein Schloss (vom aufgefressenen Zauberer), riesige Ländereien (auch vom Zauberer), sondern hat auch die Königstochter als Braut, sowie einen glücklichen immer Rebhuhn essenden König zum Schwiegervater.
ENDE GUT ALLES GUT.
Herr Richter schafft es von der ersten Minute an die Kinder mit ins Spiel zu nehmen und in den Bann des Märchens zu ziehen. So helfen die jungen Zuschauer dem König, den laufmüden, langsamen und scheinbar schwerhörigen Hofmarschall herbeizurufen. Ein andermal erinnern sie den Müller, sich den Namen des Grafen von Carabas zu merken.
Das Bühnenbild ändert sich, dem Märchen angepasst, mehrere Male, und es sind vor allem diese liebevoll gemalte und dargestellten Szenerien, die alle Zuschauer sofort gefangen nehmen.
Zehn wunderschöne geschnitzte große Marionettenfiguren (unter dem Motto - künstlerisch wertvoll) bewegen sich jede mit einer einzigartigen Stimme. Erstaunlicherweise ausgeliehen von nur einer Person.
Herr Richter ist derjenige, der alle Figuren gekonnt bewegt und einzeln mit viel Herzblut sprechen lässt. Da erkennt man das fachliche und traditionelle Fundament eines Puppenspielers, der aus einer weitverzweigten Puppenspielerfamilie stammt.
Herr Richter - der Kindergarten bedankt sich für einen wunderschönen bereichernden Vormittag!
CHAPEAU und APPLAUS!
Der Förderverein des Ev. Kindergartens hat mit der Verpflichtung der Okertaler Marionettenbühne schon wieder sein Gespür für die Bedürfnisse der Kinder bewiesen und uns durch ihre finanzielle Unterstützung einen erfolgreichen und stimmigen Abschlusstag zum Projektthema Märchen beschert. Auch ihnen gilt unser Dank, denn viele Aktionen im Kindergarten wären ohne den Förderverein nicht möglich.
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04.03.2016
Kategorie: Pfarrverband





